„In diesem Fach weiß ich es als Lehrer auch nicht unbedingt besser – das macht es so besonders“ Bericht zur Veranstaltung des Fachverband Ethik Berlin „20 Jahre Ethik für alle“ am 2. Juni 2026 Von Sebastian Vaupel „Was ist Freiheit?“, fragt die Zehntklässlerin des Wilhelm-von-Siemens-Gymnasiums und erläutert ihre Reflexionen zur Frage in einer Rede, die […]
Wer – um Gottes Willen – will diesen Wahlpflichtbereich? Was hat die SPD sich bloß dabei gedacht? Oder besser: welchen Kuhhandel hat sie betrieben, als sie der CDU in den Koalitionsverhandlungen anbot, das Fach Religion als staatliches Schulfach an die Oberschulen zu holen? Wörtlich heißt es im Entwurf des Koalitionsvertrags: „Die Koalition strebt die Einführung eines Wahlpflichtfachs Weltanschauungen/Religionen als ordentliches Lehrfach an. In einem von fachlich ausgebildeten Lehrkräften erbrachten und von den Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften inhaltlich gestalteten Unterricht können Kenntnisse über Religionen und Weltanschauungen vermittelt werden.“ ( S.42) Konkret bedeutet das für die Schulen: Sie müssen einen neuen Wahlpflichtbereich bilden, für den es nicht nur so gut wie keine Lehrkräfte gibt (vgl. TSP vom 11.4.23) – es fehlt auch an Fächern, die zur Wahl stünden. Der Plural in „Religionen“ ist Augenwischerei, denn allein für den christlichen Religionsunterricht stünden überhaupt Lehrkräfte, wenn auch zu wenige, zur Verfügung – staatlich ausgebildete Lehrkräfte für den Islam, den Buddhismus usw. derzeit nicht. Und was ist mit „Weltanschauungen“ gemeint? Bekannt in Berlin ist der Humanistische Verband, der bereits Lebenskunde an den Grundschulen erteilt. Aber darüber hinaus? Für die Ethiklehrkräfte und für alle, die sich für das säkulare Fach Ethik eingesetzt haben, klingen diese Worte wie eine Kampfansage. Das Fach Ethik wurde in den 17 Jahren seiner Existenz als Pflichtfach für alle Schüler*innen im Rahmen einer breiten öffentlichen Debatte auf- und ausgebaut, zuletzt durch die Forderung nach mehr politischer Bildung auch – zumindest teilweise – wieder abgebaut. Bemerkenswert erscheint uns dabei: all das geschah aufgrund einer breit angelegten Diskussion unter Einbeziehung der interessierten Berliner Öffentlichkeit. Die Kirchen kämpften für eine Wahlmöglichkeit der Schüler*innen zwischen Ethik und Religion, aber die Mehrheit der Berliner*innen votierte in einem Volksentscheid für die säkulare und gemeinsame Wertebildung auf Grundlage der Menschenrechte im Klassenraum, mit anderen Worten: für das Pflichtfach „Ethik“. Religionsunterricht garantiert das Schulgesetz weiterhin, zwei günstig gelegene Unterrichtsstunden muss jeder Stundenplan zwischen 7. Und 10. Klasse einplanen. Erteilt wird er, wie es das Berliner Schulgesetz von 1948 vorsieht, dem vom Grundgesetz der Vorrang eingeräumt wird (sog. „Bremer Klausel“, § 141 GG), durch die Religionsgemeinschaften. Ob die Stunden genutzt werden, bestimmt das Interesse der Schüler*innen. Damit soll nun Schluss sein. Aber warum nur? Wer fordert unter Schüler*innen, Eltern, Schulleiter*innen oder Lehrer*innen eine Veränderung? Die Anzahl der Wochenstunden erhöhen will niemand. Forderungen nach mehr Wirtschaft, mehr IT, auch mehr Nachhaltigkeit sind hörbar. Aber mehr Religion? Und diese als ordentliches Lehrfach? Das ist nicht nur nicht gesetzeskonform – es wird auch im schulischen Kontext nicht gefordert. Uns jedenfalls ist nichts davon zu Ohren gekommen. Hinter verschlossenen Türen allerdings muss der Partei, die das C in ihrem Namen trägt und die damals vor dem Volksentscheid von 2009 die Initiative „PRO RELI“ unterstützte, wieder eingefallen sein, dass sie den Kirchen etwas schuldet. Und dass die SPD, was das Fach Ethik betrifft, damals doch eher gespalten war. Der Moment schien gekommen, Verlorenes zurückzufordern. Und die SPD willigte ein – im Tausch wogegen ist bisher nicht bekannt. „Das Fach Ethik bleibt in seiner bisherigen Form bestehen“, heißt es weiter im Koalitionsvertrag. Man will ja keine schlafenden Hunde wecken. Das Kalkül dahinter könnte sein: Neben Ethik wird dieser neue „Wahlpflichtbereich“ seitens der Schulen kurzerhand als undurchführbar gelten. Die senatsseitige Antwort wird lauten, dann stehe Religion eben „leider“ doch zu „Ethik“ in Konkurrenz. Kurzum: es geht um ein „Bauernopfer“. Es ist ein Schritt rückwärts und ein Schritt an den Bedarfen der Berliner Stadtgesellschaft vorbei. Wer Toleranz und Verständigung unter unseren Schüler*innen wirklich fördern will, sollte besser das Stundenkontingent in dem dafür bereits zuständigen Lernbereich Gesellschaftswissenschaften erhöhen – sprich auch im Fach Ethik. Die Vorstände der Landesverbände der Fachverbände Ethik und Philosophie Alexander Krüger, Sebastian Vaupel, Margret Iversen (FV Ethik Berlin, alexandermariakrueger@web.de, fachverband_ethik_iversen@t-online.de) / Stefanie Thiele, Henning Franzen, Sophia Gerber (FV Philosophie, berlin@fv-philosophie.de)
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Margret Iversenhttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngMargret Iversen2023-04-21 13:55:212026-01-20 09:53:50Gemeinsame Presseerklärung des Fachverband Ethik, Landesverband Berlin und des Fachverband Philosophie e.V., Landesverband Berlin
Am 24.Februar 2023, dem Jahrestag des Kriegsbeginn gegen die Ukraine, unterstützte der Fachverband Ethik den Aufruf von Schüler*innen des Lilienthal-Gymnasiums zu einer Solidaritätskundgebung.
Hier eine Mitinitiatorin des Leistungskurs und Margret Iversen vom Vorstand des FV Ethik Berlin.
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Margret Iversenhttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngMargret Iversen2023-02-25 09:36:302023-02-25 09:36:31Solidarität mit der Ukraine
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Margret Iversenhttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngMargret Iversen2021-02-02 18:05:192022-05-25 17:14:47Abschaffung des Berliner Neutralitätsgesetzes?
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Sebastian Vaupelhttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngSebastian Vaupel2020-12-08 21:27:002022-05-25 15:06:19Fachgespräch zum Umgang mit extremistischen Äußerungen im Unterricht
Am 16.Oktober 2020 verübte ein islamistischer Attentäter ein barbarisches Attentat auf den französischen Geschichtslehrer Samuel Paty. Als Grund wurde in der Presse genannt, Paty hätte die Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt. Am 20.10.2010 druckte der Tagesspiegel ein Interview ab, das die Journalistin Susanne Vieth-Entus aus diesem Anlass mit der Vorsitzenden des Fachverband Ethik, Margret Iversen, führte.
Sie finden das Interview unter folgendem Link oder auch auf dem beigefügten Pdf-Datei zum Download.
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Margret Iversenhttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngMargret Iversen2020-10-20 13:33:002020-12-19 08:03:49Interview mit der Vorsitzenden des Fachverbandes aus Anlass des Attentats auf den französischen Geschichtslehrer Paty
Profilierung des Faches im Fächerkanon der Gesellschaftswissenschaften
Seit der Verstärkung des Faches Politik und der Einbindung von Ethik in den gesellschaftswissenschaftlichen Verbund an den Schulen stellen Ethiklehrkräfte und solche, die es werden wollen, immer wieder die Frage:
Wie grenzt sich unser Fach ab gegenüber Politik, aber auch gegenüber Geschichte und Geographie?
Im Juni 2020 trafen sich der Vorstand des Fachverband Ethik mit Experten rund um Aus- und Weiterbildung der Ethiklehrkräfte aus Uni, LISUM und Schule, um eine Argumentationshilfe für Ethiklehrkräfte zu diskutieren. Das Ergebnis ist das dreiseitige Positionspapier „Was macht das Fach Ethik aus?“. Sie können es hier downloaden:
Seit diesem Schuljahr wird in der Sekundarstufe I weniger Ethik unterrichtet. Wieviel weniger, bleibt jeder Schule überlassen. Das schafft Unfrieden in den Schulen. Eines von vielen Argumenten unserer Autor*innen gegen die Neuerung
von Margret Iversen und Mike Gerwig
Ein Volksentscheid hat das Fach Ethik vor zehn Jahren in Berlin eingeführt. Jetzt ist das Fach »von oben« geschwächt worden, im Namen und zugunsten von mehr politischer Bildung. Der Fachverband Ethik warnt vor einer schleichenden Destabilisierung des Faches. Wir halten die Kürzung der Ethikstunden für fatal. Was da schulpolitisch gewollt und durchgedrückt wurde, ist gesellschaftspolitisch ein Eigentor gegen das gesetzte Ziel: Stärkung des Demokratiebewusstseins unserer Schüler*innen.
Es begann im Frühsommer 2017 mit Gerüchten, dass aufgrund von Forderungen der Landesschüler*innenvertretung (LSV) die Politische Bildung (PB) gestärkt werden sollte. Auf einem ersten Treffen mit den Fachverbänden der Gesellschaftswissenschaften (GeWi)-Fächer stellte die LSV, unterstützt von der Senatsvertreterin für die GeWi-Fächer, erste Lösungsmodelle vor. Alle diese Modelle schlugen die Einführung von PB auf Kosten von Ethik vor. Offenbar setzte man dabei auf Zustimmung der anderen GeWi-Fächer, denn diese hatten bei der Einführung von Ethik Stunden abgeben müssen.
»Ethik muss liefern!« Dieser Ausspruch der Schulsenatorin machte schnell die Runde und heizte die Debatten an, nicht unwesentlich unterstützt durch eine ambitionierte Politikprofessorin der Freien Universität, die sich mit dem aberwitzigen Argument Gehör verschaffen konnte, sie habe 1.500 Politikstudent*innen, die dringend auf Anstellungsmöglichkeiten an den Schulen warten würden.
Doch die Fachverbände der Gesellschaftswissenschaften zeigten sich nach außen hin geschlossen. Im Juli 2017 verbreiteten sie, initiiert von dem wieder erstarkten Fachverband Philosophie, eine Petition über change.org, in der sie sich zwar für eine Stärkung der PB aussprachen, aber gegen eine weitere Kürzung des gesellschaftswissenschaftlichen Kontingents, das im Vergleich zu anderen Bundesländern ausgerechnet in Berlin sowieso schon mit weniger Stunden ausgestattet sei. Im Oktober 2017 trafen die »Player« in dem Konflikt in der Landeszentrale für politische Bildung noch einmal zusammen. Als gemeinsames Ergebnis wurde senatsseitig festgehalten, dass PB einvernehmlich als Nachfolge von Sozialkunde wieder benotetes Fach werde, dass aber eine Kürzung des Faches Ethik nicht zur Debatte steht.
Danach brach der Senat den Dialog mit den Fachverbänden ab. Statt eine Lösung zu verordnen, gab er das Problem einfach »nach unten« ab. Die Schulen wurden angewiesen, bis zum Schuljahr 2019/20 selbst in der sogenannten »Kontingentlösung« auszuhandeln, wer wieviel abgibt, um die Einführung von einer Stunde PB in der Stundentafel zu gewährleisten. Die Fachverbände sprachen von einer »Kannibalisierung«, denn tatsächlich kamen die Fachkolleg*innen jetzt in die unangenehme Lage, je nach Kraft und Einfluss in ihrer Schule den Verteilungskampf auszutragen. Inzwischen zeigt sich: an vielen Schulen verliert Ethik zwei Stunden. Statt bisher acht Stunden in den Jahrgängen sieben bis zehn werden nur noch sechs Stunden erteilt.
Ethikstunden wurden als Entlastungsstunden diffamiert
Seit der Einführung des Faches Ethik im Jahr 2009 erfuhr es durch den Schulsenat nur halbherzige und meist schwer errungene Unterstützung. Obwohl seit ein paar Jahren endlich die ausgebildeten Fachlehrkräfte die Lehramtsausbildung durchlaufen haben, stellen wir fest, dass viele Schulleiter*innen an den Oberschulen sie nicht einstellen. Viele Ethiklehrkräfte landen an Grundschulen. Warum? Hartnäckig hält sich der Ruf von Ethik als eines Nicht-Faches, »das jede*r unterrichten kann«, wie einst Schulsenator Böger gesagt haben soll. Gern wird das von Schulleitungen beibehalten und immer wieder hört man von Kolleg*innen, die um ein paar Ethikstunden bitten, weil sie eine »Entlastung« bräuchten.
Erst langsam stärkt sich das Fach von innen. Die 20 Fachseminare, die es inzwischen gibt, werden zwar noch überwiegend von Nur-Philosophen und damit Gymnasiallehrkräften geleitet, aber Henning Franzen, Leiter der Fachseminare, ruft inzwischen eindringlich nach ISS-Lehrkräften und Stärkung von Ethik in der Lehrer*innenausbildung. Auch die Ethik-Didaktik der Philosophieseminare an den Universitäten wird stärker und einflussreicher. Nicht zuletzt durch die nähere Anbindung der Lehramtsstudiengänge an die Schulen seit Einführung des Praxissemesters. An den Schulen selbst brauchte es lange, bis das Fach durch Fachleiter*innen vertreten wurde, und bis heute ist die fachliche Repräsentanz noch kaum in die Spitzen der schulischen Hierarchien eingedrungen.
Ethik hat in den Schulen eine schwache Lobby. In der Bevölkerung trifft das unseres Erachtens nicht zu, weshalb der Senat die Öffentlichkeit in diesem Konflikt eher scheut. So gesehen hat das Fach Ethik vermutlich an vielen Oberschulen noch eine schwächere Durchsetzungskraft im Verteilungskampf unter den Kolleg*innen und verliert anteilig die meisten Stunden.
Zunehmend zeigt sich, welch nachhaltige Demokratiebildung Ethik ist. Schulleiter*innen erfahren bei Unterrichtsbesuchen immer häufiger, was qualifizierter Ethikunterricht bewirkt. MSA-Präsentationsprüfungen in Ethik, beliebt bei Schüler*Innen, beeindrucken durch die erworbenen Kompetenzen. Ethik ist Vernunfttraining life, anders als in den anderen Fächern geht es hier nicht vornehmlich um Aufbau von Verstand durch Wissen, sondern um Training der Vernunft durch Erfahrung. Ethik ist immer auch Praxis, Wahrnehmen, Zuhören, Ernstnehmen, Nachfragen, Begründen in der heterogenen Gruppe der Schüler*innen. Doch für diese Erfahrungen braucht der Ethikunterricht Zeit. Unterrichtszeit.
Unterrichtszeit geht dem Fach also jetzt an fast allen Schulen verloren. Dennoch bieten die neuen Modelle an einigen Schulen auch eine Chance. So konnte durch die Verhandlungen an einigen Schulen das Profil des Ethikunterrichts gegenüber den GeWi-Fächern geschärft werden. An der Schule an der Jungfernheide entstand zum Beispiel ein erster und zarter Dialog, wie die angrenzenden Fächer zusammenarbeiten können: Welche Leistung erbringt eigentlich das Fach Ethik für die politische Bildung? Welchen Anteil haben die Kompetenzen des Faches Ethik, zum Beispiel für einen gesunden politischen Diskurs, der heutzutage oft das Subjekt als Gesprächspartner*in nicht akzeptiert, sondern es objektiviert, verunglimpft oder marginalisiert?
Dein Gegenüber als Menschen wahrzunehmen, seine*ihre Perspektive einzunehmen, um damit als gleichwertige Gesprächspartner*in in einen Dialog zu treten, dies geschieht im Ethikunterricht. Die Entscheidung der Senatsverwaltung, Politische Bildung auf Kosten der anderen GeWi-Fächer zu stärken, wurde als Konfliktpotential in die Berliner Oberschulen getragen. Nur einige, wenige Schulen konnten aus diesem Konflikt einen Kompromiss erarbeiten, der nicht einseitig zu Lasten von Ethik ausgeht.
An der »Schule an der Jungfernheide« konnte man mit Argumenten wie diesen davon überzeugen, dass das Fach weiterhin in jedem Jahrgang von sieben bis zehn zweistündig unterrichtet werden soll. Gleichzeitig wurde ein Unterstützungsangebot gemacht, um die fehlenden Zeiten in Geschichte und Geografie aufzufangen. So wird durch einen stärkeren Fokus auf die durchgängige Sprachbildung wert gelegt. In den GeWi-Fächern soll die Glossararbeit die sprachlichen Leistungen verbessern.
Eine von allen Beteiligten geteilte Anerkennung der Leistungsfähigkeit des Faches Ethik für die Demokratiebildung steht immer noch aus. »Ethik muss liefern« – möge die Senatorin diesen Satz in Zukunft endlich qualitativ umdeuten und die Qualifizierung des Faches aktiv unterstützen!
Powerpointvortrag durch die Fachverband-Ethik-Vorsitzende Margret Iversen zum gegenwärtigen Stand von Ethik vor der Berliner Landeselternvertretung
„Wie geht es dem Fach Ethik?“ Bericht des FV Ethik bei der LEV Berlin (Landeselternvertretung) nach Einführung von Politik: Zu ihrem Treffen am 22.3.2019, 19 Uhr im Roten Rathaus hatte die Landeselternvertretung (LEV) „Einführung des Faches Politische Bildung“ auf der Tagesordnung. Eingeladen war der Fachreferent für die GeWi-Fächer, Martin Brendebach, und Margret Iversen, Vorsitzende des FV Ethik. Nachdem Herr Brendebach die Genese der Forderung nach dem neuen Schulfach dargestellt hatte – als Begründung für die Notwendigkeit für die Einführung von Politik wurde jetzt hauptsächlich das Scheitern der Einbindung in den Fächerverbund Geschichte/Geographie/Sozialkunde genannt – , erhielt der Fachverband Ethik das Wort. Margret Iversen beantwortete vor der gut besuchten Berliner Elternvertretung die im Voraus an das Fach Ethik gerichteten Fragen der Eltern: – Wie ist die Ausstattung des Faches mit Lehrkräften? – Nach welchen Kriterien wird das Fach bewertet? – Was macht guten Ethikunterricht aus? In der anschließenden Befragung und Diskussion meldete sich nur ein Kritiker, der angab vor Jahren für die Abmeldung vom Ethikunterricht geworben zu haben, mit der kritischen Frage zu Wort: „Was kann mein Kind nach vier Jahren Ethikunterricht, was es ohne diesen nicht gekonnt hätte?“ Die Antworten der Eltern ließen jedoch eine überwiegende Symphatie für und ein großes kritisches Interesse an dem Fach erkennen.“
Wie geht es dem Fach Ethik?Vortrag der Vorsitzenden des FV Ethik vor der Landeselternvertretung20190322_LEV_Wie geht es dem Fach Ethik.Microsoft Power Point Präsentation 926.5 KBDownload
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Julia Linkehttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngJulia Linke2019-11-01 13:33:122020-11-17 17:05:57Margret Iversen und Mike Gerwig: Ethikunterricht ist fundamentale Demokratiebildung
In einer Presseerklärung der Berliner Fachverbände für Geschichte, Geographie, Ethik und Philosophie sowie des Philologenverbandes an die Bildungssenatorin wird die Rücknahme ihrer Entscheidung zur Kontingentlösung, die Aufstockung der drei GEWi-Facher Geschichte, Geographie und Politik um eine Zeitstunde, deren Finanzierung aus den Profilstunden und die quantitative Beibehaltung der zwei Ethikstunden pro Schuljahr gefordert.
https://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.png00Julia Linkehttps://fachverband-ethik-berlin.de/wp-content/uploads/2020/06/Logo_Fv_Typo-1-300x104.pngJulia Linke2018-01-29 13:34:392020-05-26 23:09:40Presseerklärung der Fachverbände zur Entscheidung der Senatorin