Am 8.12.2020 haben sich Mitglieder des Fachverbands Ethik Berlin zu einer Videokonferenz versammelt, in der ein Austausch über Erfahrungen im und Empfehlungen zum Umgang mit extremistischen Äußerungen im Unterricht stattfand. Da der aktuelle Anlass für dieses Gespräch die Ermordung des französischen Geschichtslehrers Paty im Oktober und das Gedenken an diese Tat durch eine Schweigeminute in den Berliner Schulen war, lag der inhaltliche Schwerpunkt auf islamistischen Äußerungen von Schüler*innen.
André Barth von der Ernst-Schering-Schule im Wedding konnte dafür gewonnen werden, von seinen Erfahrungen mit regelmäßigen Besuchen des Jüdischen Museums als Teil des Schulprogramms zu berichten.
Chalid Domosch von „Violence Prevention“ war als Experte für die Arbeit mit von islamistischer Radikalisierung gefährderten Schüler*innen zugegen. „Violence Prevention“ bietet Workshops an, wenn es zu entsprechenden Äußerungen oder Handlungen im Schulkontext kommt, und kann dabei aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.
Alles in allem ist ein intensiver, anregender Austausch zu einem für die Arbeit in Schulen insgesamt und den Ethikunterricht im Besonderen wichtigen, herausfordernden Thema gelungen.
